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Die Rioja gehört zu den traditionsreichsten Weinbaugebieten in Spanien. „Rioja“ das kannte man in Mitteleuropa schon, als spanische Weine außerhalb der Landesgrenzen noch völlig unbekannt waren. Die Region liegt im Norden Spaniens, teilweise schon im Baskenland. Hier ist es schon (für spanische Verhältnisse!) etwas kühler, zumal viele Weinberge auf rund 600-700 m über NN liegen. Die Rebflächen des klassifizierten Weinbaugebiets sind in den letzten 10 Jahren stark gewachsen; mittlerweile werden ca. 62000 ha bewirtschaftet (zum Vergleich: der gesamte deutsche Weinbau verfügt über 100000 ha). Die offizielle Darstellung von über 20000 Winzern mag zwar stimmen, gibt aber ein völlig schiefes Bild: Die meisten dieser Winzer sind reine Traubenbauern, die keinen Wein erzeugen, sondern ihre Ernte an die große Kellereien verkaufen. Nur ca. 600 Betriebe sind als Weinerzeuger und -abfüller registriert; die großen, international bekannten Rioja-Erzeuger verfügen oft über mehr als 300 ha eigener Weinberge (und kaufen z. T. trotzdem noch kräftig Trauben zu). Gerne verweist man in der Rioja darauf, dass man nicht wie die „normalen“ spanischen Weinbaugebiete als „denominacion de origen“ sondern als „denominacion de origen calificada“ klassisifiziert sei. Die inhaltlichen Auswirkungen des „calificada“ sollte man freilich nicht überbewerten.
Etwas höher als in manch anderen spanischen Weinbaugebieten sind aber die für die Reifeprädikate vorgeschriebenen Mindestlagerzeiten:
crianza = mind. 1 Jahr Fassausbau, Mindestreifezeit insgesamt bis zum Verkauf: 3 Jahre
reserva = mind. 1 Jahr Fassausbau, Mindestreifezeit insgesamt bis zum Verkauf: 4 Jahre
gran reserva = mind. 2 Jahre Fassausbau, Mindestreifezeit insgesamt bis zum Verkauf: 6 Jahre
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Conde de Valdemar Die Familie Bujanda blickt stolz auf eine Weinbautradition bis 1890 zurück. Dabei ist hier heute nichts traditionell oder gar altbacken. Im Gegenteil konnte der mittlerweile verstorbene Senior stolz darauf sein, dass er vor vielen Jahren derjenige war, der mit seinen Conde de Valdemar eine zeitgemäße Erneuerung des Rioja-Weinstils eingeleitet hatte. Früher war Rioja, wenn er was auf sich hielt, von langer Fasslagerung und zurückkaltender Frucht geprägt und auf lange Reifezeiten ausgelegt. Viele wirklich große Rioja waren stolz darauf, ihre optimale Trinkreife erst nach Jahrzehnten zu erreichen. Senor Bujanda hatte wohl mit als erster in der Region ein Herz für die Ungeduld mitteleuropäischer Weinfreaks entdeckt: Seine Weine mussten nicht erst ewig alt sein, um genüßlich getrunken werden zu können. Auch wenn mittlerweile die Generation seiner Enkel im Betrieb tätig ist: Dieses Prinzip wird nach wie vor verfolgt.
crianza 2006/2007 Auch die crianza bietet neben Körper und Kraft die für Conde de Valdemar typische Weichheit und Frucht.
reserva 2005 Nach dem Jahrgang 2004 der reserva wurde im Juli 2011 auch der Jahrgang 2005 von Robert Parker mit 90 Punkten bewertet. Originalton Parker: „It displays aromas and flavour of smoke, mineral, leather, spice box, and blackberry. This leads to a ripe, sweetly fruited, medium-bodied wine that can be enjoyed now through 2018”.
gran reserva 2004 Noch vor 20 Jahren stellte fast jede leidlich ambitionierte Kellerei in Spanien als ihr Spitzenprodukt einen gran reserva her, für das die besten Trauben zur Verfügung gestellt wurden und der oft genug auch nur in besten Jahrgängen erzeugt wurde. Dieses hochwertige Grundmaterial wurde lange und langsam in Holzfässern gereift, und zwar wirklich nur “gereift”, und nicht mit dem Eichenholz neuer Fässer aromatisiert, denn neue Fässer wurden nur sehr behutsam eingesetzt. Nach der Fassreifung wurden die Weine gefüllt und eingelagert. In den Verkauf gegeben wurden diese Weine erst nach einigen weiteren Jahren der Flaschenreifung im trinkfertigen Zustand.
Im Grundsatz müsste auch heute noch jeder gran reserva nach diesem Prinzip hergestellt werden. Jedenfalls dann, wenn sich der Erzeuger an die gesetzlichen Bestimmungen hält. Freilich ist der Markt (auch und gerade der in Deutschland) in den letzten Jahren mit einer Fülle dubioser “gran reserva” überschwemmt worden, die mit dem Anspruch “Spitzenprodukt” nichts, aber auch wirklich gar nichts gemein haben. Viele seriöse Erzeuger verzichten daher mittlerweile auf diese Weinkategorie.
Conde de Valdemar ist einer der wenigen verbliebenen Weinerzeuger, die es sich sich leisten, klassischen gran reserva mit klassischem Qualitätsanspruch herzustellen.
siehe auch bei Blancos
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Martinez Bujanda
Als eine erstklassige Einzellage im Herzen der La Rioja zum Verkauf angeboten wurde, 80 ha groß, hufeeisenförmig unmittelbar an einer Ebro-Schleife gelegen, mit sandigem, kalk-haltigen Boden und mit alten Reben bestockt, hatte der mittlerweile verstorbene Seniorchef der Bujanda-Gruppe zugegriffen. Zu diesem Zeitpunkt war er längst mit seinen Conde de Valdemar Weinen etabliert. Er hatte sich den Luxus gegönnt, ohne ökonomische Zwänge passend zu diesem Weinberg die gesammelten Erkenntnisse seines langen Winzerlebens in den Bau einer nagelneuen Kellerei einfließen zu lassen. Seit dem Jahrgang 1994 entsteht dort in guten Jahrgängen und aus dem besten Teil der Ernte dieser Einzellage der grandiose Lagen-Rioja Finca Valpiedra. Der Wein ist von der Rebsorte Tempranillo geprägt; wenig Cabernet, Mazuelo und Graciano dient jahrgangsabhängig nur der Abrundung.
Cantos de Valpiedra crianza 2008
Als Finca Valpiedra wurde bis zum Jahrgang 2005 immer nur eine einzige, als reserva deklarierte Qualität hergestellt. Ab dem Jahrgang 2005 hat man sich entschlossen, einen quasi Zweitwein zu machen. Der Aufwand bleibt freilich fast gleich: Tempranillo-Trauben von alten Stöcken mit sehr niedrigem Ertrag, temperaturkontrollierte Gärung, 12-monatige Lagerung in vollständig neuen Barrique. Der Cantos de Valpiedra fällt in die Kategorie Schmuse-Teddy: jede Menge Kraft streichelweich verpackt, intensive Beerenfrucht, Tannine nach Geheimhaltungsvorschrift. Angesichts des exzellenten Preis-Leistungsverhältnisses waren die ersten beiden Jahrgänge schnell ausverkauft. Seit Ende 2010 ist der Jahrgang 2007 im Verkauf. In diesem erstklassigen Jahrgang wurde die Ernte weitgehend vollständig für eigene Zwecke verwendet. Vom 2007er steht daher auch etwas mehr zur Verfügung als von den ersten beiden Jahrgängen. Ab diesem Jahrgang deklariert Valpiedra den „Cantos“ als crianza. Die dafür geltenden Vorschriften über Mindestreifezeit in Fass und Flasche hielt der Cantos de Valpiedra freilich auch in den Vorjahrgängen ein. Als der 2007er auf den Markt kam, fehlte ihm noch etwas Reifezeit. Von Monat zu Monat wurde er harmonischer und macht mittlerweile genauso viel Vergnügen, wie seine Vorgänger. Angesichts der ausgezeichneten Jahrgangsqualität sollte er sich aber noch einige Zeit weiter nach oben entwickeln.
Finca Valpiedra reserva 2005
Der Finca Valpiedra reserva wird natürlich aus den besten Trauben der zugehörigen Einzellage erzeugt. Er gehört längst zu den großen Namen der La Rioja. Wir können den Finca Valpiedra sogar noch in begrenzter Menge aus dem ausgezeichneten Jahrgang 2005 bieten.
Martinez Bujanda siehe auch unter: Vina de la Tierra La Mancha
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Vina Bujanda
Viña Bujanda ist ein neues Rioja-Projekt der Familie Bujanda. Hierfür wurden 120 ha (weitgehend mit Tempranillo-Reben bestockte) Weinberge in der Rioja-Alavesa bereitgestellt. Von den Erstlings-Weinen ist crianza und reserva besonders gut gelungen. Die crianza mit perfekter Frucht, mittlerem, eher elegantem Körper und wohl eingebundenen Barrique-Noten. Und die reserva mit Kraft, Körper und deutlichen Tönen nach der Holzfasslagerung. Da gab es im Guia Penin 2011 auch gleich 90 Punkte!! für die 2007er crianza und in der Folgeausgabe 2012 89 Punkte für die crianza 2008 (die reserva 2005 wurde im Guia Penin nicht bewertet).
Viña Bujanda crianza 2008
Viña Bujanda reserva 2005
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La Rioja Alta La Rioja Alta ist einer der ganz großen Traditionsbodegas in der Rioja, deren Weine schon im 19. Jahrhundert weltbekannt waren. Die Kellerei hat es geschafft, über die vielen Generationen hinweg ihr hohes Qualitätslevel zu halten und gehört nach wie vor den besten Rioja-Häusern überhaupt.
gran reserva “904” 1998 Fast solange wie das Unternehmen gibt es auch den gran reserva „904“, aus den besten Trauben alter Rebstöcke gekeltert, erst lange und langsam (mind. 4 Jahre) im Holzfass, dann in der Kellerei auf der Flasche gereift (nochmal mind. 4 Jahre). Bei den Fässern handelt es sich natürlich nicht um neue Barrique, sondern großenteils um langjährig in Gebrauch befindliche Fässer, die den Wein zwar wunschgemäß reifen lassen, aber ohne ihm einen vordergründigen Geschmack nach Eichenholz zu vermitteln. Ein klein wenig zollt La Rioja Alta an diesem Punkt mittlerweile aber doch dem Zeitgeist Rechnung: das durchschnittliche Alter der Fässer beträgt nur noch ca. 4 Jahre.
Der „904“ ist damit über ein Jahrzehnt alt, ehe der Erzeuger einen Jahrgang zum Verkauf freigibt, dann auch trinkfertig sicherlich, aber immer noch mit dem Potential für ein langes Leben. Derzeit ist der Jahrgang 1998 im Verkauf, im Guia Peñin 2012 mit 95 Punkten hoch bewertet.
gran reserva “890” 1994 Der gran reserva „890“ steht inder hauseigenen Hierarchie noch über dem 904. Ein unerhört dichter, fleischiger und langlebiger Wein, der sogar mind. 5 Jahre im Holzfass und anschließend weitere mind. 6 Jahre auf der Fläsche gereift ist.
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Castillo de Ygay
gran reserva especial 2001 Marqués de Murrieta ist eine der traditionsreichsten Bodegas in der Rioja, schon im 19. Jh. gegründet. Das Spitzenprodukt des Betriebs, der Castillo Ygay, gehörte lange Zeit zu den wenigen verbliebenen großen Rioja im klassischen Stil. Dann wurde es ruhig um Castillo Ygay. Aber ab dem Jahrgang 2000 ging ein Ruck durch den Betrieb, die Ertragsmengen wurden drastisch reduziert, der Stil wurde zwischen Tradition und Moderne neu geerdet. Das Ergebnis ist herausragend. Im Guia Penin 2011 mit 97 Punkten als einer der drei besten Rioja überhaupt bewertet!!
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Valsanzo Der Önologe Javier Rodriguez ist eigentlich Berater. Aber bei dieser Tätigkeit hat er sich im Laufe der Zeit in vielen Gegenden Spaniens den Zugriff auf hochklassige, meist mit alten Reben bestockte Weinlagen gesichert, aus denen er seine eigenen Weine macht. Eigentlich freilich eher „machen lässt“, denn erzeugt werden die Weine nach seinen Vorgaben von lokalen Partnern. Für sein Rioja-Projekt „Lacrimus“ steht eine mit alten Reben bestockte Lage auf über 500m über NN am Rand der Sierra Cantabria zur Verfügung. Hier kühlen selbst im August die Nächte soweit ab, dass die Frucht der Trauben optimal erhalten bleibt.
Lacrimus crianza 2008 Die crianza ist der klassische, schon seit vielen Jahrgängen erzeugte Lacrimus. Der Wein enthält neben Tempranillo einen 15-prozentigen Anteil der seltenen Edelrebsorte Graciano, die dem Wein seine ausgewogene Frucht sichert. Er wird aufwändig fassgereift: 14 Monate in neuen Barrique aus französischer und ungarischer Eiche. Der gerade auf den Markt gekommene Jahrgang 2008 ist sehr vielversprechend und auch schon leidlich trinkfertig. Ein wenig Luft möchte er freilich haben, um sich zu entfalten und einiges Entwicklungspotential sollte er m. E. auch noch haben.
Lacrimus “5” 2010 Mit dem „5“ reagiert Lacrimus auf das steigende Interesse an Rotweinen mit nur dezenter Fassreife. Der Wein ist nur 5 Monate im Holzfass ausgebaut, verwendet werden überwiegend Fässer, die schon mehrfach belegt wurden. Diese Art kurz fassgereifter Weine ist in Spanien zwar mittlerweile sehr weit verbreitet, hat aber bislang keine gesetzlich geregelte Weinbezeichnung. Die umgangssprachlich gängige Bezeichnung „semi-crianza“ ist auf dem Etikett nicht gestattet. Auch die Zulässigkeit der eigentlich recht gängigen Bezeichnung „roble“ (=Eiche) ist in der Rioja umstritten und eigentlich auch unsinnig. Denn diese Kategorie Wein zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass der Ton nach Eichenholz nur sehr zurückhaltend ausfällt. Das führt dazu, dass jeder Hersteller seine eigene Bezeichnung verwendet, Rodriguez knüpft mit „5“ an die Dauer der Fasslagerzeit an.
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Bodegas y Vinedos Tritium
Vendimia seleccionada 2005
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DSL Vinedos y Bodegas
Real de a 8 tinto 2010 Real de a 8 crianza 2008
David Sampedro ist als Önologe schon ziemlich erfolgreich und in der Rioja längst eine bekannte Größe. Mit Hilfe von Investoren hat er jetzt die Möglichkeit bekommen, seine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen, von der Pflege der Weinberge bis zur Vinifizierung im Keller. Die Trauben stammen, selbst für die preisgünstigen „Real de a 8“, aus über 700m hoch gelegenen Weinbergen der Rioja-Alavesa. Für Rioja-Verhältnisse ist Weinbau in dieser Höhe grenzwertig, oberhalb 800m dürfen aus klimatischen Gründen keine Trauben für Rioja angebaut werden. In dieser Höhe reifen die Trauben nur noch langsam, in kühlen Jahren muss man auch schon mal die Ertragsmengen reduzieren, damit die Trauben reif werden. Dafür entwickeln sie in der langen Vegetationsperiode viel ausgeprägtere Aromen als an einem heißen Standort. Durch die stark abkühlenden Nächte bleibt zudem die Frucht optimal erhalten. Sampedro ist kein Freund zeitgeistig holzbetonter Weine, sondern möchte, dass seine Weine durch ihre Frucht gefallen. Mit „Frucht“ meint er freilich nicht vorlaute, jugendliche Fruchtsäure, sondern weiche, runde Aromen, die von üppigem, aber nicht vordergründigem Körper und dezent nuancierter Gerbsäure eingefasst werden. Damit sind die beiden „Real de a 8“ eigentlich auch schon präzise beschrieben. Der Tempranillo tinto hat überhaupt keine Noten nach Holzfass, der ein Jahr ältere crianza ganz raffiniert eingebundene. Ganz glücklich ist Sampedro mit den beiden Real de a 8 freilich doch nicht. Eigentlich träumt er ja schon davon, irgendwann mal die ganze Produktion zu den Preisen verkaufen zu können, die die Auftraggeber seiner früheren Projekte erzielen. Aber dafür fehlt es noch am entsprechenden Bekanntheitsgrad. Und solange das so ist, gibt es die Weine halt zu Preisen, für die man Rioja in vergleichbarer Qualität wohl kaum irgendwo sonst bekommt.
Londono Graciano 2009 Die in der Rioja heimische Rebsorte Graciano ist die eigentliche Leidenschaft des Önologen David Sampedro. Nicht zufällig trägt er den Spitznamen „el hombre de Graciano“ und dass diese Rebsorte derzeit eine Renaisssance erlebt, ist nicht zuletzt Sampedro zu verdanken. Dabei ist es wohl nie strittig gewesen, dass diese Sorte qualitativ sehr hochwertig ist. Aber mit Blick auf betriebswirtschaftliche Aspekte mochte sich so recht niemand mehr mit ihr abgeben, zu schwankend sind die Erträge, zu kompliziert und zu aufwändig ist die Weinbergspflege. Allenfalls wurden kleinere Altanlagen Graciano erhalten, um mit deren Ertrag die Cuvee hochwertiger Rioja aufzupeppen. Bei den wenigen reinsortigen Graciano-Weinen greifen die Önologen durchweg zum neuen Barrique, alleine schon um die Preise dieser Weine zu rechtfertigen. Schade eigentlich, denn die Graciano lebt von ihrer eigenständigen Frucht und die geht bei sattem Eichenholz-Einsatz schnell unter. Sampedros Graciano-Trauben stammen aus Weinbergen der Rioja-Alavesa in Höhen von rund 750m, die Sampedro neu bepflanzt hat. Sampedro ist m. W. der einzige in der Rioja, der sich den Luxus erlaubt, reinsortigen Graciano ohne Holzfasseinfluss zu machen.
Londono vendimia seleccionada 2008 Mit der vendimia seleccionada zeigt Sampedro, dass er auch Kraftprotze kann. Verwendet werden selektierte Tempranillo- und Graciano-Trauben aus Anlagen mit geringen Ertragsmengen. Die Trauben werden gekühlt vergoren um lange Maischestandzeiten zu ermöglichen. Der Wein wird 16 Monate in (teilweise neuen, teilweise mehrfach belegten) Barrique gereift. Entsprechend ist die seleccionada ein komplexer Wein mit muskulösem, aber nicht breitem Körper, enormer Aromakonzentration und Noten nach dunklen Beeren und Gewürzen.
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Juan Carlos Sancha
Juan Carlos Sancha bildet als Professor an der Universität von Logroño den akademischen Nachwuchs für den spanischen Weinbau aus. Und macht sich auch sonst um die Weiterentwicklung des spanischen Weinbaus vor allem in der Rioja verdient. So hatte er irgendwann registriert, dass einige im Familienbesitz stehende Weinberge noch mit uralten, halb vergessenen Rebsorten wie Tempranillo blanco und Maturana bestockt sind. Mit entsprechenden Studien zu diesen Sorten konnte er erreichen, dass sie vor 3 Jahren wieder in der Rioja zugelassen wurden. Natürlich kribbelte es ihm in den Fingern auch praktisch zu zeigen, wie gut die alten Sorten sind. Als die Wiederzulassung geschafft war, beschloss er, aus den familieneigenen Weinbergen eigene Weine zu machen. Die Baulichkeiten dieses „Weinguts“ sind -höflich formuliert- eher „zweckmäßig“. Aber die Weine sind jedenfalls herausragend, klar, Herr Professor weiß, wie es geht und wenn er doch mal Rat braucht, geht er in der Uni mal eben zum entsprechenden Kollegen. Und leben muss er von seinen Weinen auch nicht. Da entsteht großer Wein ganz relaxt.
Freilich, große Mengen macht Señor Sancha nicht, sonst könnte der Spaß ja in Arbeit ausarten, nur einige tausend Flaschen im Jahr. Ein paar vom reinsortigen Maturana und vom Garnacha aus uralten Stöcken haben wir.
Ad Libitum Maturana 2009
Ad Libitum Peña al Gato Garnacha 2010
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Flaschengrößen 0,75 Ltr., falls nicht anders angegeben. Abbildungen sind nur ähnlich. Irrtum und Änderungen vorbehalten. Die aktuellen Preise finden Sie in der derzeit gültigen Preisliste unter Die Weine.
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