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Monte Oton
Garnacha joven 2010
Das Weinbaugebiet Campo de Borja liegt südlich der la Rioja in einem ziemlich abgelegenen Landstrich. Der Weinbau ist hier zwar alt, aber es gibt nur wenige Erzeuger.
Der größte (und wohl auch beste) Erzeuger ist die Genossenschaft „Bodegas Borsao“. Die verfügt über riesige Bestände an Weingärten, die mit alten und uralten Reben bestockt sind, letztlich Folge davon, dass hier seit Jahrzehnten kaum noch jemand den Aufwand auf sich genommen hat, vorhandene Anlagen heraus zu reißen und neu zu bepflanzen. Diese alten Pflanzen sind hier fast immer Garnacha-Reben (das ist die gleiche Rebsorte wie die französische Grenache), eine Sorte, die heute in Spanien umstritten ist, weil sie zu hohen Erträgen mit entsprechend nachteiligen Folgen für die Qualität neigt. Bei alten Rebstöcken erledigt sich dieses Problem von selbst, die „vinas viejas“ bringen schon wegen ihres Alters nur noch kleine Ertragsmengen. Dann zeigt die Garnacha, dass in ihr vielmehr steckt, als nur der Verschnittpartner, der Tempranillo zugänglicher und schneller trinkfertig macht.
Der Monte Oton stammt zwar nicht aus den ganz alten Rebanlagen der Erzeugerbetriebs, aber 40 bis 60 Jahre alt sind selbst diese Rebstöcke schon. Entsprechend handelt es sich um einen runden, üppig-weichen Rotwein, der vollständig im Edelstahltank ausgebaut wurde, also keinerlei Einflüsse von Eichenholzfässern hat.
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